NaturFreunde: Der kommerzialisierte Sport ist in einem Strudel

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Berlin, 5. August 2016 – Angesichts der wahnwitzigen Kommerzialisierung im Profifußball fordert Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, ein Einhalten und die Rückkehr zu den Wurzeln des Sports:

           

Der Profifußball ist an einem Kipppunkt. Er ist in einen gefährlichen Strudel geraten – nicht nur durch die wahnwitzige Kommerzialisierung und das Söldnertum der Vereine in der Champions League, sondern auch durch unreife Fußballsternchen und geldgierige Spielerberater, die keinen Bezug mehr zur sozialen Realität des Massensports Fußball und seiner Fans haben.

Die wachsende Distanz der Brasilianer zu den Olympischen Spielen oder auch die rückläufigen Besucherzahlen in den Fußballstadien vieler Länder signalisieren, dass der Sport reformbedürftig ist. Was sollen ein Ironman oder ein Ruderer, ein Bahnfahrer oder ein Turner denken, die immer wieder bis an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gehen und dafür bescheidene Prämien erhalten, wenn sie die irrwitzigen Summen hören, die für Fußballer gezahlt werden? Der Profifußball ist längst auf die schiefe Bahn geraten.

Die Entwicklung des Profifußballs als Hobby von Oligarchen und Scheichs, gefördert mit schwindelerregenden Summen von Fernsehanstalten, wird zunehmend abstoßender. Im Geschäft der Spekulanten, bei dem Spieler wie Brötchen gekauft und verkauft werden, scheint niemand mehr die Kraft zu haben, Stopp zu sagen.

Der umgekehrte Fall sind die meist großartigen Sportler bei Olympia, die für ihren Sport Entbehrungen und Einschränkungen in Kauf nehmen. Hier sind es überforderte Sportfunktionäre, die sich wie Könige aufspielen, oder staatliche Gewissenslosigkeit, die sich im Glanz gedopter Medaillen sonnen will. Diesen Funktionären geht es nicht um den Sport, also um die beeindruckende Leistung begabter Menschen, sondern um egoistische Interessen.

Die Explosion der Transferkosten im Fußball und die explodierenden Kosten der Olympischen Spiele drängen in den Hintergrund, worum es gehen sollte: Sport. Es ist höchste Zeit für Reformen, damit der Sport nicht verliert, was ihn groß gemacht hat: Leidenschaft, Identität und Vorbild.

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NOlympia Berlin: NOlympia-Bündnis fordert den Senat auf die Olympia-Bewerbung nach der Umfrage-Schlappe zu beenden

NOlympia Protest

PRESSEERKLÄRUNG

Die angebliche Zustimmungsquote von 55 Prozent bei der DOSB-Umfrage zur Olympia-Bewerbung in Berlin ist zu gering. In München ist die Bewerbung für die Winterspiele 2022 trotz Umfragewerten von 65 Prozent bei einem Volksbegehren klar gescheitert. Wie die Münchner werden auch die Berliner einen Volksentscheid selbst organisieren.

(Berlin, 15. März 2015) Geht es nach den Plänen von Senat und DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), sollen die Berliner*innen am 13. September im Anschluss an eine millionenschwere Werbekampagne in einer vom Senat organisierten Volksabstimmung zur Olympia-Bewerbung ihren Segen erteilen. Dieses „Plebiszit von oben“ des Senats ist jedoch nicht mit einem echten „Volksbegehren von unten“ zu vergleichen, wie es die Volksentscheide zum Wasser und zum Tempelhofer Feld waren. Während sich die Bürger bei einem Volksbegehren „von unten“ über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr gegenseitig informieren, werden bei einem „Plebiszit von oben“ die Informationen allein von der Regierung gesteuert. Wie die Tagesspiegel-Affäre gezeigt hat, schreckt der Senat dabei nicht davor zurück, systematisch eine kritische Berichterstattung in den Medien mittels eines Anzeigenboykotts zu verhindern. Mit seinem Plebiszit hofft der Senat, einem möglichen Volksbegehren „von unten“ den Wind aus den Segeln zu nehmen, um eine Abstimmungs-Niederlage wie in München zu vermeiden. Doch dieser Plan wird nicht aufgehen.

Erfahrene Aktivist*innen bereiten schon jetzt ein Volksbegehren „von unten“ vor, das demokratischen Maßstäben entspricht. Dazu stellen sie Informationsmaterial zusammen, das die zu erwartenden Kosten realistisch einschätzt. Während Olympia für das IOC ein Geschäft mit Gewinngarantie ist, übernehmen die Ausrichter das volle Risiko und Milliardenkosten. In London 2012 betrugen sie je nach Berechnungsmethode zwischen 13,5 und 28,8 Milliarden Euro, in Sotschi 2014 bereits geschätzte 40 Milliarden.

Die vom Senat bislang angegebenen 2,4 Milliarden Euro stellen dagegen nur einen Bruchteil der zu erwartenden realen Kosten dar. In einem Volksbegehren „von unten“ werden die Bürger*innen zudem über den Luxuswahn und die Korruption im IOC und in den Ausrichterländern informiert werden, über das systematische Doping, den Aufwand an Überwachungstechnik, der mit den Wettkämpfen verbunden ist, die zu erwartenden Mietsteigerungen, und sie werden die Frage stellen, ob eine Veranstaltung aus dem Zeitalter des Nationalismus überhaupt noch in die moderne Welt passt. Die an den eigenen Bürger*innen gescheiterten Olympiabewerbungen der letzten Jahre in Österreich, der Schweiz, Norwegen und Deutschland sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Olympia-Spektakel sich allmählich überlebt haben.

Entgegen dem Ergebnis der Forsa-Umfrage beklagen selbst Berliner Olympisten öffentlich die fehlende Euphorie in der Stadt. Anders als das DOSB-Meinungsbild ergeben Umfragen in Berliner Tageszeitungen Ablehnungsquoten von über 60 Prozent. Diese Werte entsprechen den Erfahrungen, die das NOlympia-Bündnis bei seinen Veranstaltungen und Aktionen gemacht hat. Selbst Befürworter werden zu Olympia-Gegnern, wenn sie erfahren, dass womöglich schon ein oder zwei Tage des zweiwöchigen Irrsinns mehr kosten werden als beispielsweise der Rückkauf der Berliner Wasserbetriebe. Statt ein kurzlebiges Fest der Erfolgsmaximierung zu feiern, ließen sich mit diesen Summen wirklich kreative und nachhaltige stadtpolitische Visionen entwickeln und realisieren. Es ist schon jetzt absehbar, dass die Olympia-Bewerbung in einem Volksbegehren „von unten“ eine krachende Niederlage erleiden wird.

Wir fordern daher den Senat auf, die Verschwendung unserer Steuergelder für die Olympia-Bewerbung umgehend einzustellen und das Geld für die kaputten Schulen und Straßen, für eine würdige Aufnahme von Flüchtlingen, für mehr Personal in den Bezirksämtern sowie breiten- und freizeitsportliche Sportgelegenheiten auszugeben.

NOlympia Berlin: Berliner*innen mögen keine Protzveranstaltungen

NOlympia Protest

Anders als von Senat und DOSB behauptet, sehen wir im Ergebnis der Forsa- Umfrage keine repräsentative Mehrheit für eine Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028. In Berlin gibt es keine Olympiabegeisterung.

Abgesehen davon, dass Pressemeldungen vom letzten Wochenende die Seriosität der Umfrage infrage stellen, zeigt das Ergebnis auch, dass mindestens 45% der Befragten gegen neue Großprojekte und Protzveranstaltungen in Berlin sind.

Wir hoffen, dass der DOSB daraus die richtigen Schlüsse zieht, denn sollte er sich für Berlin entscheiden prophezeien wir Senat und DOSB schwere Zeiten. Wir werden gemeinsam mit anderen Gruppen und Initiativen auf die Straße gehen und die Berliner Bevölkerung zu Protest und Widerstand gegen das größenwahnsinnige Unternehmen Olympia aufrufen.

München sollte dem Senat eine Lehre sein. Die Umfragen vor der Volksabstimmung in München ergaben eine klare Mehrheit für Olympia und die dann durchgeführte Volksabstimmung bescherte dem DOSB eine krachende Niederlage. Genauso wird es im Berlin kommen. Unser Hauptgegner wird, neben Senat und DOSB, das IOC werden. Denn die Entscheidung wird in Lausanne getroffen. Dort wird letztlich entschieden unter welchen Bedingungen und mit wieviel Milliarden Steuergeldern das Kommerzspektakel Olympia hier in der Stadt stattfinden soll.

Wir freuen uns auf die kommende Auseinandersetzung, weil wir viele Berlinerinnen und Berliner an unserer Seite wissen.

GEW contra Olympia in Berlin 2024

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Der Landesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat sich gegen eine Bewerbung Berlins ausgesprochen

“Die GEW BERLIN empfiehlt dem DGB Bezirksvorstand, sich nicht öffentlich für eine Olympiabewerbung Berlins zu positionieren. Die Vertreterin im Bezirksvorstand wird aufgefordert, sich bei einer Abstimmung im Gremium entsprechend zu positionieren.

Auf der gemeinsamen Klausur des Bezirksvorstandes des DGB wurde durch den Vorsitzenden der IG BAU angeregt, dass sich der DGB eine Position zur Olympiabewerbung abgeben sollte. Die IG BAU hat bereits eine Beschlusslage zur Unterstützung der Kampagne.

DIE GEW ist die Bildungsgewerkschaft. Die drängenden Probleme und Herausforderungen im Bildungsbereich

-Es fehlen Kitaplätze und es werden dringend Kitaneubauten benötigt.

-Der desolate Zustand vieler Schulgebäude und der Sanierungsstau von über zwei Milliarden Euro sprechen auch für einen sachorientierten Einsatz der finanziellen Mittel

-Auf Grund der Anforderungen an die wachsende Stadt Berlin werden tausende neue Schulplätze und zusätzliche Schulgebäude benötigt.

-Schon heute lernen in 170 Schulen in 340 Lerngruppen für Kinder ohne Deutschkenntnisse 3.900 Schülerinnen und Schüler. Es sind mehrheitlich Kinder geflüchteter Familien mit schweren traumatischen Erlebnissen und Erfahrungen. Für diese Arbeit sind die besten Pädagoginnen und Räumlichkeiten erforderlich. Das ist vielfach nicht der Fall.

-Ebenso braucht es eine auskömmliche Finanzierung der Hochschulen und Universitäten. Auch hier schiebt der Senat einen großen Sanierungsstau vor sich hin.

Außerhalb dieser bildungspolitischen Argumente steht Berlin weiterhin vor der Lösung offener Großprojekte (Flughafen…) und würde sich mit den olympischen Spiele ein neues Mammutprojekt an Land ziehen.”

NOlympia Berlin: Bündnistreffen am 9.03.2015, 19 Uhr

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Liebe Aktive,

hiermit lade ich Euch herzlich zum nächsten Bündnistreffen am
9.03.2015, 19 Uhr

in die Räume der NaturFreunde Berlin, Paretzer Straße 7, 10713 Berlin ein. (U- und S-Bahnhof Heidelberger Platz; U 7 Blissestraße)
Vorschlag TO

  • Aktuelles/Berichte
  • wie weiter – Öffentlichkeitswirksame Aktionen etc. (Mobilisierungsfähigkeit)
    Material (Plakate, Aufkleber, Flyer, sonstiges)
  • Veranstaltung 18.03. /Werbung
  • Sonstiges
  • Sicherlich ergeben sich noch TOPs, schicke Freitag eine Aktualisierung……, Vorschläge bitte an mich

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und zur Erinnerung!

Zugleich lade ich Euch hiermit schon einmal im Namen vom Bündnis “Olympia verhindern – überall” zu unserem nächsten gemeinsamen Treffen am
23.03.2015 19 Uhr im New York, 1.OG, Bethanien am Mariannenplatz, ein.

Idee ist, dass wir gemeinsam überlegen, wie wir Hamburg unterstützen können, wenn sich der DOSB für Hamburg entscheidet, und dann zusammen feiern – für Getränke und Essen ist gesorgt.
Sollte der Dosb sich jedoch für Berlin entscheiden, soll der Abend der Beginn einer großen anti-olympia-vernetzung in Berlin sein, um bis September gemeinsam eine große Kampagne gegen Olympia auf die Beine zu stellen. Hierzu würden wir auch die Stadtteil-Initiativen und sonstige politische Gruppen einladen.
Viele Grüsse! Olympia verhindern überall

NOlympia Berlin: Lauter Protest am 12.02.15 unter dem Motto „WIR SPIELEN NICHT MIT!“

NOlympia Protest

Am 12. Februar hat der Berliner Senat die Berliner*innen unter dem Motto “Was will Berlin?” zu einem öffentlichen Bürgerforum von 18-21 Uhr ins E-Werk, Wilhelmstraße 43, 10117 Berlin eingeladen.

25 Aktivist*innen trafen sich ab 17 Uhr mit Transparenten und Flyern vor Ort um ihren Widerstand gegen dieses Projekt zu zeigen. Sie forderten: “WIR, das NOlympia Bündnis Berlin und viele Berliner*innen von der Absicht des Senates halten, sich für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 zu bewerben und wir laden alle Berliner*innen, die der Bewerbung ebenfalls kritisch gegenüber stehen, herzlich dazu ein, dabei zu sein.”

Die Veranstaltung des Berliner Senats floppte völlig: Angekündigt waren 500 Teilnehmende, erhofft wurden 350, es kamen lediglich 120, von denen viele gegen die Bewerbung für die Olympischen Spiele waren.

Hier findet Ihr viele Bilder zur Protestaktion von NOlampia Berlin:

https://www.flickr.com/photos/uwehiksch/sets/72157650775185551/#

NOlympia Berlin: 12.02.15, Protest: WIR SPIELEN NICHT MIT!

Nolympia Bär Version 2-500fbkl

Am 12. Februar lädt der Berliner Senat die Berliner*innen unter dem Motto “Was will Berlin?” zu einem öffentlichen Bürgerforum von 18-21 Uhr ins E-Werk, Wilhelmstraße 43, 10117 Berlin ein.

WIR werden ab 17 Uhr mit Transparenten und Flyern vor Ort sein und sehr deutlich machen was WIR, das NOlympia Bündnis Berlin und viele Berliner*innen von der Absicht des Senates halten, sich für die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 zu bewerben und wir laden alle Berliner*innen, die der Bewerbung ebenfalls kritisch gegenüber stehen, herzlich dazu ein, dabei zu sein. Kommt alle, wir müssen Viele sein, damit die Botschaft ankommt! WIR wollen die Spiele NICHT!

Wir treffen uns

17.00 Uhr

vor dem E-Werk (Wilhelmstr. 43, gegenüber Bundesfinanzministerium)